13 Okt 2008

Witsius I.5 Über die Strafandrohung (im Bund der Werke).

Erstellt von Matthias Viraureus

Es gibt verschiedene Beobachtungen, die bezüglich der Strafandohung (1.Mose 2,17) gemacht werden können:

  • Der Tod ist die Folge von Sünde und daher nicht natürlich.
  • Dieser ist den Aufständischen und Ungehorsamen, und ihnen allein als Folgen der Bestrafung bestimmt.
  • Der Tod kommt als Konsequenz des Essens von dem verbotenen Baum.
  • Sünde äußerst sich hier als Übertretung des symbolischen Gesetzes.
  • Das Gesetz, wie es im Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zum Ausdruck kommt ist der vollständigere Ausdruck von Gottes Gesetz.
  • Der Begriff “Tod” wird allgemein gebraucht um alle Bedeutungen einzuschließen. Er muss in seiner ganzen Bedeutungsvielfalt genommen werden. Nicht allein der physische Tod ist gemeint.
  • Adam wurde als Haupt der Menschheit angeredet: Das Ergebnis seines Ungehorsams ist der körperliche und geistliche Tod für alle Menschen.
  • Die Strafandrohung wird sofort ausgeführt. In dem Moment, in dem er die Sünde (das Essen der Frucht) beendet hatte, spürte er der Veränderung, die sofort einsetzte. Tod bedeutet die Trennung von Körper und Seele. Tod bedeutet Vergänglichkeit und Entäuschung in diesem Leben zusammen mit seinen Schmerzen und Nöten.
  • Tod bedeutet “geistlicher Tod”. Er bezeichnet den ewigen Tod von Körper und Seele.
  • Die Strafandrohung für Sünde ist wegen der Majestät, Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes unumgänglich.
  • Gott ist ein eifersüchtiger Gott. Er eifert für seine eigene Ehre und Majestät.
  • Gott kann sich selbst nicht verleugnen, so wie Er auch Seine höchste Majestät nicht verleugnen kann.
  • Die Heiligkeit Gottes zeigt, dass Er nicht ohne Genugtuung für seine Gerechtigkeit Gemeinschaft mit einem Sünder haben kann, denn kann nicht über Sünde hinwegsehen. Ein heiliger Gott hasst Sünde und den Sünder.
  • Gott offenbart seine Heiligkeit wenn er den Bösen straft.
  • Die Gerechtigkeit Gottes ist eine wesentliche Eigenschaft Gottes.
  • Gottes Gerechtigkeit verlangt, dass Sünde mit dem Tod bestraft wird.
  • Gott freut sich jedoch nicht über den Tod des Bösen. Die die Androhung der Todesstrafe begründet sich auf dem gerechten Wesen Gottes. Ewiger Tod ist keine willkürliche Strafe, weil sie vom heiligen Wesen Gottes abhängt.
  • Weil Sünde einen Angriff auf einen unendlichen Gott darstellt, ist sie in ihrem Wesen ebenfalls unendlich (allerdings nicht im absoluten Sinn, da es unterschiedliche Grade von Sünde gibt. Also muss auch die Strafe unendlich sein. Sie bleibt für immer und kann nicht weggenommen werden, außer durch Christi Blut.

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