26 Okt 2008
Witsius II.1: Einführung in den Bund der Gnade.
Als Folge des Falls war der Bund der Werke gebrochen und der Neue Bund wurde aufgerichtet. Witsius sagt: “Als also der Bund der Werke durch die Sünde des Menschen gebrochen war, und das gerechte Gericht Gottes aufhob, wurde der elende Mensch in den größten Ruin gestürzt, woraus es kein entrinnen gab.” Der Mensch war nun ohne Gott, wie Eph 2,12 sagt hatte er keine Hoffnung und war ohne Gott in der Welt. Deshalb musste ein weiterer Bund mit dem Menschen aufgerichtet werden: der neue Bund oder der Bund der Gnade.
Ein Neuer Bund wurde eingerichtet, der das Kommen eines Mittlers versprach um den Fluch zu überwinden. Von Anfang an war er neu und wurde dadurch die ganze Heilsgeschichte hindurch charakterisiert, in Christus ist er verkörpert. Darin liegt die Grundlage von Gottes barmherzigen Plan Sünder zu erretten.
Der Bund der Gnade zeigt Gottes verehrungswürdige Volkommenheit. Wer kann alles nennen? Weisheit, Macht, Wahrheit, Gerechtigkeit, Heiligkeit, Güte, Menschenliebe, Wohlwollen, Erbarmen … und so weiter. Er demonstriert das, was Adam im Garten wohl nicht wusste, jetzt aber durch Barmherzigkeit offenbart wurde.
Es ist hilfreich den Bund der Gnade, oder den Neuen Bund folgendermaßen zu definieren: “Der Bund der Gnade ist ein Vertrag oder eine Übereinkunft zwischen Gott und dem erwählten Sünder; Gott erklärt von seiner Seite sein Wohlwollen in Bezug auf ewige Erlösung, und alles was dazu gehört. Denen im Bund wird sie von und für den Mittler Christus umsonst geschenkt. Der Mensch auf seiner Seite entgegnet diesem Wohlwollen mit einem aufrichtigen Glauben.”
Mit anderen Worten, wie wir sehen werden, besteht der Bund der Gnade mit den Erwählten in der Einführung der Realität des Bundes, den Gott der Vater mit dem Sohn geschlossen hat, in die Zeit. In der Zeit offenbart sich dieser Bund (zwischen Vater und Sohn) also als Bund der Gnade.

