28 Nov 2008

Witsius III.2: Über die Einheit des Bundes der Gnade hinsichtlich des Inhaltes.

Erstellt von Matthias Viraureus

Entgegen den Annahmen des Dispensationalismus gibt es eine Einheit des Bundes der Gnade. Die alten und neuen Bündnisse unterscheiden sich in Bezug auf die ‘Umstände’. Was allerdings den ‘Inhalt’ der alten und neuen Bündnisse betrifft sind sie gleich.

Die Einheit zwischen den Alten und neuen Testamenten besteht in Kontinuität. Das selbe und einzige Ewige Leben wurde denen in beiden Bündnissen versprochen. Das alte Testament präsentiert keine andere Möglichkeit der Errettung wie im Neuen Testament. Zum Beispiel gibt es sowohl im NT (Joh 5,39; Apg 24,14-15; Mt 22,29) als auch im AT Hinweise auf die Auferstehung (1.Mose 49,19; Hiob 19,25-27; Dan 12,2). Gläubige im AT wurden genauso wie im NT durch Christus gerettet (Apg 15,11; Hebr 13,8; 9,15; vgl. auch die notwendige Schlussfolgerung von Joh 14,6; Apg 4,12)

Gläubige im AT wurden wie im NT mittels des Glaubens gerettet (Hab 2,4; 1.Mose 15,6; Ps 2,12; Jes 27,5; Hebr 11). Der Glaube von Heiligen im AT war kein “allgemeiner Glaube” sondern ein Glaube an Christus – die einzige Möglichkeit, wie ein Mensch gerettet werden kann (Joh 8,56; Hebr 11,26; 1.Petr 1,11).

Dies kann sehr gut in Gal 3,23 gesehen werden: ‘Glaube‘ kann hier nicht als etwas Neues verstanden werden, weil Paulus uns auf Abraham als Beispiel verweist (Gal 3,6-9). Glaube in die vollbrachte Erlösung wird der Hoffnung der alttestamentlichen Heiligen gegenübergestellt.

Leave a Reply

Message: