24 Dez 2008

Bavinck über die Dogmatik

Erstellt von Matthias Viraureus

Der niederländische Theologe Herman Bavinck (1854 – 1921) schreibt in seiner Dogmatik folgendes über sein eigenes Fach:

Die Dogmatik zeigt uns wie sich Gott, der in sich selbst all-genügsam ist, dennoch in seiner Schöpfung verherrlicht, die, obgleich fortgerissen durch Sünde, wieder gesammelt wird in Christus (Eph 1,10). Die Dogmatik beschreibt uns Gott, nur Gott – von Anfang bis zum Ende – Gott in seinem Wesen, Gott in seiner Schöpfung, Gott wider die Sünde, Gott in Christus, Gott, der alles Widerstand durch den Heiligen Geist bricht und die ganze Schöpfung zurückbringt zu dem Ziel, das er für sie bestimmt hat: die Herrlichkeit seines Namens. Die Dogmatik ist also keine stumpfsinnige und trockene  Wissenschaft. Sie ist eine Theodizee, eine Doxologie über alle Tugenden und Vollkommenheiten Gottes, ein Anbetungs- und Danklied, ein „Ehre sei Gott in der Höhe“ (Lk 2,14). [aus Reformed Dogmatics, 1:112.]

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