19 Dez 2008

Witsius II.9: Über geistlichen Frieden.

Erstellt von Matthias Viraureus

Geistlicher Friede ist ein beidseitiges Übereinkommen zwischen Gott und dem Sünder, der aus Glauben gerechtfertigt ist. Das Herz Gottes ist dem Sünder zugeneigt, und auf die selbe Weise das Herz des Sünders zu Gott, sodass eine eine liebevolle, freundschaftliche Zuneigung entsteht.

 

Der Ursprung geistlichen Friedens liegt in Gott, der den Frieden mit dem Menschen begründet. Dieser Friede ist eine direkte Folge von Barmherzigkeit und Liebe. Gott sucht den Menschen und bietet frei allen Menschen den Frieden an. Die Auserwählten werden von Gott überwältigt und gerettet. Das Ergebnis des geistlichen Friedens ist Freundschaft mit Gott. Ein Friede im Gewissen ist das direkte Resultat (Röm 14,7; Eph 3,12), sowie Friede mit anderen Gläubigen, den Engeln und mit der gesamten Schöpfung (Jes 14,11-12; Hos 2,18).

Die Rolle des Menschen in Bezug auf den geistlichen Frieden liegt darin, dass er ihn durch das Bekennen seiner Sünde vor Gott und dem Glauben an Christus allein zur Versöhnung mit Gott sucht. Er sollte sich demütig Gott unterwerfen und sich ins Gedächtnis rufen, dass er für die Bewahrung des geistlichen Friedens verantwortlich ist. Dies geschieht durch tägliche Liebe zu Gott (Joh 14,21), häufige Gemeinschaft mit Ihm, um im Gehorsam zu Ihm zu wandeln (Joh 14,23), Umkehr zu Gott bei einem Rückfall in Sünde (Jer 3,22), und dadurch, dass man sich Gottes Vorsehung für das eigene Leben fügt.

 

Der geistliche Friede kann auch gestört werden. Gläubige können niemals vollständig den Frieden mit Gott verlieren, aber die Wahrnehmung des Frieden mit Gott kann gestört werden. Gott ist nicht immer nahe (Jes 8,17; Ps 10,1-2) und manchmal ist er unzufrieden mit seinen Kindern (Ps 80,4). Er kann auch mit ihnen verärgert sein (Ps 88,16-18; Jes 57,17) und mit ihnen Umgehen, wie mit einem Gegner (Hiob 13,24-27). Er kann und dem Teufel übergeben, damit er uns quält und schlägt (Hiob 2,6). Dies kann darin liegen,

  • dass Er Seine Souveränität demonstrieren will (Mt 10,15),
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  • dass er den Unterschied zwischen diesem Leben und dem kommenden aufzeigen will,
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  • dass er auf die Vorzüglichkeit Seiner Gnade hinweisen oder
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  • dass die Kraft Seiner Güte in der Bewahrung der Seele durch viele Versuchungen und Sorgen hindurch sichtbar wird.
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Aus der Sicht des Menschen kann es sein, dass er sich einer kränkenden Sünde, oder mangelnder Gottesfurcht schuldig fühlt. Manchmal wähnen sich Menschen durch Hochmut in fleischlicher Sicherheit, oder halten sich selbst für unwürdig, die göttliche Gnade anzunehmen.

 

Was kann man tun, um den Sinn für den Frieden mit Gott wiederzugewinnen?

  1. Man sollte den Grund oder die Ursache erforschen, und wenn möglich Abhilfe schaffen (Klgl 3,40).
  2.  

  3. Man sollte Glaube und Buße erneuern, viel um Hilfe beten und geduldig auf Gott warten, bis er Wiederherstellung bewirkt KLgl 3,26).
  4.  

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