1 Dez 2008
Witsius III.3: Über die unterschiedlichen Haushaltungen oder Dispensationen im Bund der Gnade.
Wir haben gesehen, dass es unübersehbare Gemeinsamkeiten in den beiden Testamenten gibt. Trotzdem sind da auch noch einige Unterschiede, sonst gäbe es ja auch kein Altes und ein Neues Testament. Der Unterschied besteht in der Verwaltung, nicht im eigentlichen Inhalt der Testamente. Hier soll es also um die ‘umstandsbedingten’ Unterschiede der Testamente gehen.
Im Alten Testament war das verheißene Land ein Unterpfand für den Himmel. Die Bindung an die Elemente der Welt war ein Faktor, und der Ausschluss der Heiden führte dazu, dass Israel sich mehr auf sich selbst konzentrierte als “nach außen” zu schauen. Es scheint auch ein geringeres Ausmaß im Wirken des “Geistes der Gnade” gegeben zu haben, da es auf die Führer einer bestimmten Nation und bestimmte andere Personen beschränkt war.
In Neuen Testament weitet sich solche Gnade aus und auch das Ausmaß des Geistes erweitert sich. Heiden werden zu Miterben, Christen erleben die Realität christlicher Freiheit und das Vorhandensein von überreichlicher Gnade zeigt sich in den missionarischen Anstrengungen. Das alte Testament lässt sich in folgende unterschiedliche Dispensationen gliedern:
- Adam bis Noah
- Noah bis Abraham
- Abraham bis Mose
- Mose bis zum Neuen Bund

