2 Jan 2009
Bavinck zum Zweiten
Beim Lesen seiner Princeton Stone-lectures aus dem Jahr 1908 bin ich am Ende der 6. Vorlesung über “Offenbarung und Christentum” auf folgendes Zitat gestoßen:
Von der Paradiesverheißung bis zur Vollendung der Zeiten zieht sich ein Faden durch die Geschichte der Menschheit, nämlich das Wirken des freien, barmherzigen und allmächtigen Willens Gottes, die Welt, trotz ihres Abfalls, selig zu machen. Dieser Wille bildet das Herz der reinen Religion und ist zugleich die Seele aller wahren Theologie. Denn nach dem Ratschluss dieses Willens werden wir erkoren, nach diesem Willen werden wir wiedergeboren und durch diesen Willen werden wir geheiligt. Kraft des Wohlgefallens dieses Willens wird in der Fülle der Zeiten alles wieder zu Einem vereinigt, unter Christus, als dem Haupte alles dessen, das im Himmel und auf Erden ist. Und in der Offenbarung selbst entfaltet sich dieser Wille Gottes immer klarer als Liebe des Vaters, als Gnade des Sohnes und als Gemeinschaft des Heiligen Geistes.
Die Vorlesungen wurden 1909 in Heidelberg auf Deutsch herausgegeben und sind antiquarisch relativ günstig zu haben.
Von der Paradiesverheißung bis zur Vollendung der Zeiten zieht sich ein Faden durch die Geschichte der Menschheit, nämlich das Wirken des freien, barmherzigen und allmächtigen Willens Gottes, die Welt, trotz ihres Abfalls, selig zu machen. Dieser Wille bildet das Herz der reinen Religion und ist zugleich die Seele aller wahren Theologie. Denn nach dem Ratschluss dieses Willens werden wir erkoren, nach diesem Willen werden wir wiedergeboren und durch diesen Willen werden wir geheiligt. Kraft des Wohlgefallens dieses Willens wird in der Fülle der Zeiten alles wieder zu Einem vereinigt, unter Christus, als dem Haupte alles dessen, das im Himmel und auf Erden ist. Und in der Offenbarung selbst entfaltet sich dieser Wille Gottes immer klarer als Liebe des Vaters, als Gnade des Sohnes und als Gemeinschaft des Heiligen Geistes.
