4 Jan 2009

Witsius III.14: Über die Verherrlichung.

Erstellt von Matthias Viraureus

Die Verherrlichung ist ein gnädiges Werk Gottes, wodurch Er Sein erwähltes und erlöstes Volk wirklich aus einem unglücklichen und schlechten Zustand in einen glückliche und herrlichen Stand verwandelt. Die Verherrlichung hat in diesem Leben mit den Erstlingsfrüchten begonnen und wird im kommenden Leben vollendet. Die Erstlingsfrucht der Verherrlichung ist Heiligkeit, eine schattenhafte Schau Gottes, die durch den Glauben wahrgenommen wird (2.Kor 5,7; Hebr 11,1) und einen erfahrbaren Sinn für seine Güte (Ps 34,8). Das gnädige Eigentum und die Freude Gottes ist der Zweck der Verherrlichung, neben der Verherrlichung Gottes im Allgemeinen (Ps 145,15).

Wenn wird sterben überlegt die menschliche Seele den Tod (Mt 22,32; Lk 20,38; Phil 1,23; Hebr 12,23; Lk 16; Ps 31,5; Apg 7,59; Lk 23,43). Die menschliche Seele erlebt, versteht und fühlt entweder die Gunst oder die Vergeltung Gottes nach dem Tod (Lk 20,38; Mt 17,3; Phil 1,23; 2.Kor 5,8; Offb 14,15; 1.Kor 15,19 & 30-32).

Nach dem Tod werden die Seelen der Gläubigen in himmlische Freuden und Bauten aufgenommen (2.Kor 5,1; Lk 23,43). Dort herrscht

  • die Freude mit Gott und Christus in der Herrlichkeit zu sein (Joh 12,26; 17,24),
  • die Freude Gott im Licht seiner Herrlichkeit zu sehen (Mt 5,8),
  • die Freude Gott zu lieben,
  • die Freude in Heiligkeit und Herrlichkeit zu wohnen,
  • die mehr als unbeschreibliche, herrliche Freude.

Der Segen des Ewigen Zustandes für Gläubige beginnt bei der Auferstehung des Körpers (1.Kor 15).
Die Eigenschaften des Körpers werden verändert und alle Schwächen werden beseitigt. Nur ein geistlicher oder himmlischer Körper wird fähig sein, das Königreich Gottes zu ererben (1.Kor 15,50). Das wird ein Körper sein, der nicht mehr Essen und Drinken benötigt. Darin wird die größere Herrlichkeit in der Vollkommenheit sichtbar, die Gott in Seinen Werken offenbart hat. Wir werden ebenso die Erlösung der ganzen Schöpfung sehen (Röm 8,19-20), das göttliche Gericht über die Bösen, das Sammeln der Auserwählten zu einem vollkommenen Leib und unsere vollständige Gleichgestaltung mit dem Bild Christi. In diesem Zustand, der unwandelbar und ewig sein wird, kommt das Erlösungswerk Gottes zur Vollendung (Mt 25,46; Röm 2,7; 1.Petr 5,4; 1.Thess 4,17).

Es wird auch einen Unterschied in Qualität und Quantität des Lohnes für die Erwählten geben, obwohl der Himmel für alle „Himmel“ sein wird (Röm 2,6; 2.Kor 5,10; 9,6; Gal 6,8; 1.Kor 3,8; Mt 19,28.)

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