10 Jan 2009
Witsius IV.2: Über die Lehre der Gnade unter Noah.
In der Benennung Noahs findet sich eine große Menge an Gnade. Die Bedeutung hinter diesem Namen ist: Der Gerechte muss mit der Sünde ringen. Als Folge der Geburt Noahs konnte Güte und ein Gefühl von Trost erwartet werden. Gott ist der Urheber des Guten, das aus ihm hervorgehen wird. Die Lehre von der Gnade in der Verkündigung Noahs ist wichtig. Noah war ein Prediger der Gerechtigkeit, wie 2.Petr 2,5 sagt. Noah predigte die Lehre von der Erlösung durch den Geist Christi (1.Petr 3,19-20). Gnade wird also in seinem Namen, in seinem Kommen und seiner Predigt offenbar.
Man kann die Lehre der Gnade auch in dem Segen sehen, mit dem Noah seine Söhne segnet (1.Mo 9,26-27). Gott ist der Urheber der Segnungen und Sem und seine Nachkommen sollen Gottes besonderes Volk sein.
In der Lehre der Erwählung wird der Jüngere dem Älteren vorgezogen, was sich durch die gesamte Bibel zieht. Die Sünden der Väter werden bei ihren Kindern heimgesucht, wie im Fall Kanaans, und dem Fluch. Frömmigkeit, jedoch, kommt der Seele und dem Körper zugute: materielle Segnungen werden Japheth verheißen. Die Gemeinde kann also im Segen für Noahs Söhne erkannt werden. Solange sie sich auf der Erde befindet sollte sie sich auf ihre dauerhafte Wohnstätte im Himmel freuen.
Bemerkenswert ist auch, dass die göttliche Majestät aus der Nachkommenschaft Sems kommen, und in seinen Zelten wohnen soll. Die Heiden, besonders die Nachkommen Japhets sollten durch die Predigt des Evangeliums für die Gemeinschaft der Gemeinde Israels gewonnen werden. Alle diese Dinge zeigen, dass die Lehre der Gnade in den Segnungen Noahs für seine Söhne gefunden werden kann: Eine Vorschattung der Gemeinde.

