25 Jan 2009

Witsius IV.6: Über die Musterbilder (im AT).

Erstellt von Matthias Viraureus

Die meisten Dinge im AT tragen in sich zwei Bedeutungsebenen, die buchstäbliche und die mystische Bedeutung, die auf Christus – Seine Person, Wesen, Ämter und Taten – hindeutet. Sie beschreiben auch seinen geistlichen Leib, die Gemeinde. Wir sollten also Vorsicht walten lassen, damit wir die alttestamentlichen Musterbilder passend und genau interpretieren.

Nicht alle Musterbilder werden im NT erklärt, genauso wie nicht alle Weissagungen im NT erläutert werden. Wir brauchen prinzipientreue Richtlinien für all unsere Schriftauslegung. Die Lehre über Christus ist der Schlüssel zum Verständnis, ohne den bei Mose und den Propheten nichts sicher verstanden werden kann (Lk 11,42). Solange wir den Zusammenhang des AT richtig verstehen, und nicht nur einzelne Informationen aus dem NT herausnehmen, sollten wir das NT benutzen um das AT auszulegen. Vorsicht sollten wir auch bei der Auslegung der verschiedenen Arten von Musterbildern walten lassen:

  • natürliche Musterbilder,
  •  

  • historische Musterbilder und
  •  

  • Musterbilder im Gesetz.
  •  

 

Die natürlichen Musterbilder im AT beziehen sich auf die Schöpfung der Welt und die Schöpfung von Mann und Frau.

 

Die historischen Musterbilder im AT beziehen sich auf das erste Zeitalter der Erde. Abel stellte Christus in seiner Erniedrigung dar; Henoch bildete Christus in seiner Verherrlichung vor. In der zweiten Epoche repräsentiert Noah Christus, die Arche steht für Christus und die Gemeinde. So auch Isaak, Mose und Aaron.

 

Die Musterbilder im Gesetz verweisen auf die Bundeslade und zum Tag der Sühne oder der Versöhnung in 3.Mose 16.

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