9 Feb 2009
Witsius IV.11: Über die Segnungen des Alten Testaments.
Gott rettete das Volk Israel in der Erwählung als besonderes Volk (5.Mo 7,6). Israel war der „Erstgeborene Gottes“, der besondere Schatz, erwählt um Gott als seinen Teil zu verherrlichen (5.Mo 26,17). Aus diesem Volk sollte der Messias als ein Israelit kommen (5.Mo 16,15+18).
Das Land Kanaan wurde Abraham und seinen Nachkommen als ein Anteil verheißen, der auf den Himmel hindeutete (1.Mo 12,7; 13,15; 15,7). Es war ein Bild für unser ewiges Erbe (4.Mo 14,21+23; Ps 95,11). Kanaan war angenehm, weil es Gottes Land und ein Bild für Gottes Gnade war (5.Mo 7,7-8; 4,37-38; Hes 16,60; 36,32). Josua war der Befreier, der sie in das Land Kanaan bracht; nicht Mose (der für das Gesetz steht).
Die Vorführung der göttlichen Majestät wurde ihnen am Berg Sinai offenbart. Gottes Herrlichkeit zeigte sich in der Wolken- & Feuersäule und in der Wolke im Tempel, die Seine Verbundenheit mit Seinem Volk bezeugte.
Christus war bildlich im Zeremonialgesetz abgebildet, sodass die Frommen viel Trost und Freude darin fanden und einiges vom Zeremonialgesetz lernten. Dies bedeutet nicht, dass das Zeremonialgesetz nicht auch in bestimmter Weise eine Last oder ein Teil der Unfreiheit des alttestamentlichen Zeitalters darstellte. Das tat es sicherlich. Dennoch zeigte es das Bedürfnis nach dem Christus bis zu Seiner Ankunft.
Gott gab den Israeliten auch das Wort Gottes durch Seine Propheten. Die fast ununterbrochene Folge inspirierter Propheten ist ein großartiges Zeugnis der Güte Gottes. Bei ihnen konnte das Volk Rat finden und den Willen Gottes kennen lernen. Auf Mose folgten beständig Propheten abgesehen von einigen wenigen kurzen Zeiträumen (1.Sam 3,1; 2.Chr 15,3).

