16 Feb 2009

Witsius IV.13: Über die wahren Unvollkommenheiten des Alten Testaments.

Erstellt von Matthias Viraureus

Welche Probleme ergeben sich wirklich mit dem Alten Testament in Bezug auf die Unvollkommenheiten in Erwartung des kommenden Messias?

 

  1. Die Ursache der Erlösung war noch nicht gegeben.
  2. Es gibt eine gewisse Unklarheit des alttestamentlichen Zeitalters aufgrund der Muster- und Schattenbilder.
  3. Die Menschen bemerkten und empfanden größere Androhungen des Gesetzes und weniger Gnadenverheißungen (Hebr 12,18).
  4. Eine echte Gebundenheit zum Zeremonialgesetz existierte, die später abgeschafft werden sollte (Gal 4,3+9).

Gesetze können nicht aus sich selber irgendjemandem zur Vervollkomnung verhelfen, auch hatten sie keine Grundlagen der Heiligkeit in sich. Ihre geheimnisvolle Bedeutung verwies auf Christus. Sie beinhalteten eine Grundlage für Feindschaft zwischen Gott und Israel, sowie zwischen Israel und den Heiden. Das Evangelium jedoch war später der Inbegriff von Freiheit.
Es gab ein Wirken des Geistes der Unfreiheit im Alten Testament, der lehrte, dass es gut ist sich dem Zeremonialgesetz zu unterwerfen. Er hätte die Leute allerdings dazu treiben sollen die geistliche Bedeutung der Gesetze zu suchen, und nicht allein an den äußerlichen Riten festzuhalten. Er hätte den Willen der Gläubigen dazu neigen und sie lehren sollen, sich nach der Freiheit des Neuen Bundes auszustrecken.
Im Alten Testament finden wir auch eine spärlichere Austeilung der Gnadengaben in Bezug auf ihre Verbreitung im Volk. Gott berief nur die Nation Israel zu seinem Volk. In dieser einen Nation waren nur wenige Teilhaber der rettenden Gnade (1.Kor 10,5).
Sie hatten wenig Erkenntnis über die geistlichen Geheimnisse und eine geringe Fülle geistlicher Tröstungen aufgrund der Zeremonialgesetze. Gläubig im AT hungerten und dürsteten nach besseren Umständen gemäß der göttlichen Verheißung (Joh 8,56; Mt 13,17; Hebr 11,13).

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