18 Feb 2009

Witsius IV.14: Über die Aufhebung des Alten Testaments.

Erstellt von Matthias Viraureus

Als das Evangelium gekommen war, wurde das Zeremonialgesetz aufgehoben. Zuerst war es auf den freien und unabhängigen Willen Gottes gegründet, doch Gott zieht das Moralgesetz dem Zeremonlialgesetz vor (1.Sam 15,22; Jes 1,11; Jer 7,22).
Dar Zeremonialgesetz wurde deshalb aufgehoben, weil es nur für das Volk Israel bestimmt war. Die Schrift kündigt diese Aufhebung an (5.Mo 18,15+18; Jer 31,31-34; Jer 3,16-17; Ps 110,4; vgl: Hebr 8,11-13; Dan 9,27). Dies würde im Kommen Christus seine Erfüllung finden.
Das Zeremonialgesetz sollte über kurz oder lang aufgehoben werden. Wenn dies nicht geschehen wäre, hätte die Fülle der Einbeziehung von Heiden in das Königreich es unmöglich gemacht, die Zeremonialgesetze zu halten. Die Zeremonialgesetze waren nur Vorschattungen und ein Joch, das zerbrochen werden musste. Das Zeichen ihrer Aufhebung war die Ankunft Christi (Joh 4,21). Das Zeremonialgesetz wurde durch Christi Tod aufgehoben und eine derartige Aufhebung wurde durch die Auferstehung Christi, Seine Himmelfahrt und die Gabe des Heiligen Geistes bestätigt. Das Zeremonialgesetz wurde schließlich vollständig bei der Zerstörung Jerusalems aufgehoben, denn es bestand auch nach dem Tod Christi, wegen Juden, die für das Gesetz eiferten fort.

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