3 Feb 2009
Witsius IV.9: Über das Passahfest.
Das „Passah“ erinnert an das Ereignis, als Gott die Erstgeburt der Ägypter tötete, aber an den Türen der Israeliten vorüber ging (2.Mo 12,13). Der Ort des Passah war zuerst Ägypten (2.Mo 12,21), zum Zweiten in der Wüste Sinai (4.Mo 9,5) und dann an dem Ort, den Gott erwählte (= der Tempel) (5.Mo 16,5-6).
Für das Passah sollte ein Lamm oder ein Zicklein genommen werden (2.Mo 12,3). Es musste ohne Fehler, männlich, und ein Jahr alt sein (2.Mo 12,5). Dieses Lamm wurde vorbereitet, indem es am zehnten Tag ausgesondert wurde. Es sollte geschlachtet und sein Blut an die Türpfosten gesprengt werden. Danach sollte es vollständig gebraten und dann gegessen werden (2.Mo 12,9). Die Knochen durften nicht gebrochen werden und die Reste mussten verbrannt werden.
Das Geheimnis oder die Bedeutung des „Passah“ ist speziell für Israel. Es war eine Veranschaulichung der Erlösung ihrer erstgeborenen Söhne und die bitteren Kräuter verwiesen auf das bittere Leben unter dem Pharao. Das ungesäuerte Brot stand für das Brot der Bedrängnis in Ägypten.
Die Bedeutung des „Passah“ für alle Gläubigen in Christus liegt darin, dass Er unser Passahlamm ist (Joh 1,29+36). Christus musste aus Seinen Brüdern genommen werden, musste vollkommen und männlich sein (Jer 31,22). Die Leiden Christi zeugen besonders von diesem Geheimnis. Das Lamm musste von der gesamten Versammlung getötet werden und so geschah es auch mit Christus (Lk 23,18). Das Blut des Lammes musste vergossen werden, wie auch das Blut Christi (1.Petr 1,19). Das Lamm sollte vollständig gekocht werden, wie auch Christi Leiden vollständig und ausreichen waren. Das Braten symbolisierte das Brennen des göttlichen Zorns, wie der Ort der Leiden Christi (Lk 12,33; 13,31). Wie müssen mit dem Blut Christi besprengt sein, an Ihm teilhaben und von Ihm essen. Schließlich teilen wir auch die Leiden für das Evangelium.

