11 Mrz 2009
Verax-Rückblick: Andreas Vetterli – Die Dreieinigkeit und das normale Christenleben
[Dieser Beitrag enthält meine stichwortartigen Notizen zum Vortrag.]
Die Dreieinigkeitslehre war keine späte Entwicklung der Kirche. Schon die ersten Christen glaubten an einen dreieinigen Gott, was sich in ihrer Taufformel ausdrückte. Nach den Anfängen der theologischen Formulierung bei Tertullian wurde die Lehre auf mehreren Konzilen entfaltet.
Warum ist eine Beschäftigung mit der Trinitätslehre wichtig?
Jesus stellt einen Zusammenhang zwischen der rechten Erkenntnis Gottes und dem ewigen Leben her (Joh 17). Juden, Moslems und Zeugen Jehovas lehnen die Dreieinigkeit hingegen ab. Auch von liberal-theologischer Seite kommen Angriffe auf die traditionellen Formeln.
Ist die Dreieinigkeit ein praxisfremdes theologisches Konstrukt ohne Bezug zum täglichen Leben? Antwort im Heidelberger Katechismus – Frage & Antwort 1:
1. Was ist dein einiger Trost im Leben und im Sterben?
Daß ich mit Leib und Seele, beide im Leben und im Sterben(1), nicht mein(2), sondern meines getreuen Heilands Jesu Christi eigen bin(3), der mit seinem teuren Blut(4) für alle meine Sünden vollkömmlich bezahlet(5) und mich aus aller Gewalt des Teufels erlöset hat(6) und also bewahret(7), daß ohne den Willen meines Vaters im Himmel kein Haar von meinem Haupt kann fallen(8), ja auch mir alles zu meiner Seligkeit dienen muß(9). Darum er mich auch durch seinen Heiligen Geist des ewigen Lebens versichert(10) und ihm forthin zu leben von Herzen willig und bereit macht(11).
1) Rom 14, 7; Rom 14, 8
2) 1.Kor 6, 19
3) 1.Kor 3, 23
4) 1.Petr 1, 18; 1.Petr 1, 19
5) 1.Joh 1, 7; 1.Joh 2, 2
6) 1.Joh 3, 8
7) Joh 6, 39
8) Mt 10, 29-31; Lk 21, 18
9) Rom 8, 28
10) 2.Kor 1, 20-22, Eph 1, 13; Eph 1, 14
11) Rom 8, 14; Rom 8, 16
Jesus Christus erwirbt Erlösung für die Gläubigen – befreit von Sünde, Tod und Teufel – befreit zum Gottesdienst. Christus musste für ein vollkommenes Opfer wahrer Mensch und wahrer Gott sein. Wahrer Mensch weil er Menschen erlösen will. Wahrer Gott weil er einen ewigen Zorn zu tragen hat. Jesu Gebete (z.B. Joh 17) werden vom Vater gewiss erhört – weil er eins mit dem Vater ist (vgl. Joh 11).
Der Vater hat alles in seiner Hand. Kein Spatz kann ohne den Willen des Vaters zur Erde fallen. Ohne den Willen des Vaters geschieht nichts. Es gibt keine Überraschungen für Gott – niemand kann Ihn an etwas hindern. Spr 21:1 [Wie] Wasserbäche ist das Herz eines Königs in der Hand des HERRN; wohin immer er will, neigt er es.
Der Heilige Geist befähigt zu gottgefälligem Leben. Er beruft wirksam in der Wiedergeburt – eignet dem Gläubigen das vollbrachte Heilswerk zu. Tägliches Wirken des Geistes: Erneuerung und Stärkung im Glauben durch Wort und Sakrament. Gaben des Geistes für die Gemeinschaft der Gemeinde. Erinnerung an die Vergebung Jesu Christi nach einem Fall in die Sünde. Auch Evangeliumsverkündigung ist durch das Wirken des Heiligen Geist erst möglich.
Die Personen der Dreieinigkeit widersprechen sich nicht. Der Heilige Geist führt nicht anderswohin als der Sohn oder der Vater. Alle Personen der Dreieinigkeit lieben den Gläubigen mit derselben Intensität.
Zusammenfassung: Alles Heil kommt vom Dreieinigen Gott. Jeden Tag. In allen Umständen!


Danke für den guten Beitrag. Es hat mir richtig Spaß gemacht den zu lesen!
Andy
März 12th, 2009 at 07:51permalink