« Older Entries Newer Entries » Subscribe to Aktuellste Beiträge

19 Okt 2008

Witsius I.8: Über die Verletzung des Bundes der Werke auf der Seite des Menschen.

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Der Bund in seinem gesamten Wesen wurde durch Adams Sünde verletzt. Dieser gebrochene Bund kann in Hos 6,7 und Röm 5,12 gesehen werden. Adam war der Ursprung der Menschheit und so fiel die gesamte Menschheit durch diesen Verstoß.

Einige wichtige Beobachtungen über die Versuchung Adams durch Satan und was Satan tat:

  • Satan stellt Gottes Wort in Frage. Er bezweifelt oder untergräbt die Strafe für Sünde. Er flößt eine Irrlehre ein (Offb 13,11: Er “redete wie ein Drache”).
  • Er verspricht größere Seligkeit, wenn Adam ihm gehorcht. Satan versuchte ihn dazu zu veranlassen, diese größere Seligkeit durch Ungehorsam zu erreichen.
  • Dann ruft er Gott als Zeugen für seine Lüge an: “Hat Gott wirklich gesagt…?” Die Schlange brachte das priesterliche Amt Adams dadurch zu Fall, dass er den Priester zu Zweifel gegenüber Gott veranlasste.

Wird das Heiligtum Gottes, der heilige Ort Gottes umgegestürzt? Adam erlag der Versuchung und verletzte den Bund indem er einen Bund mit dem Teufel einging.

Adams Sünde war von Gott vorherbestimmt. Die Lehre von der Übereinstimmung lehrt uns folgendes: Damit der Mensch handeln kann, muss Gott handeln. Und wenn Gott handelt, dann handelt de Mensch. Der Mensch kann nicht unabhängig von Gott handeln (1.Petr 1,19-20; Apg 17,28; Jes 10,15). Das ist eine notwendige Folge. Es ist nicht so, dass Gott Adam dazu veranlasste in seinem Herzen zu sündigen, sondern Gott hielt Seinen moralisch guten Einfluss auf Adam zurück. Gottes Ratsschluss ist die Grundlange für die menschliche Freiheit. Er kann nicht der Urheber von Sünde sein. Als Adam sündigte rechnete Gott seine Sünde seiner ganzen Nachkommenschaft an. Röm 5,12: Deshalb, wie durch “einen” Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.

Es geht um wirkliche Sünde. “Alle” beinhaltet die, welche nicht persönlich gesündigt haben. Also wurde Adams Sünde ihnen angerechnet. Wegen der einen Sünde Adams kam der Tod zu Allen. Dies ist analog zur Erlösung in Christus, welcher der Stellvertreter seiner Auserwählten ist. Nur eine einzige Sünde Adams wird seiner Nachkommenschaft zugerechnet. Also Folge davon sind alle in einem gefallenen Zustand.

18 Okt 2008

Gottes Evangelisation: Calvin über die Ausbreitung der guten Botschaft

Beitrag von Matthias Viraureus. 3 Kommentare

Was Calvin über die Evangelisation lehrte und schrieb hat Joel Beeke hier zusammengefasst. Ich möchte hier nur kurz die Hauptgedanken nachvollziehen.

Evangelisation für Calvin hat unmittelbar mit der Universalität der Herrschaft Christi zu tun. Weil der Auferstandene von Gott als König über diese Welt eingesetzt wurde, ist es auch sein Ziel von allen Enden der Erde seine Kirche zu sich zu sammeln, um seine Herrschaft auch auszuführen.

Evangelisation ist Gottes Werk, das Er allerdings nicht allein, sondern mit menschlichen Werkzeugen ausführt. Gottes Souveränität und menschliche Verantwortung bilden somit also kein Gegensatz sondern gehören zusammen. Gottes Evangelisation führt zu unserer Evangelisation, weil Er für das “Werk der Versöhnung” die Predigt des Evangeliums als Mittel eingesetzt hat und dafür uns Menschen gebraucht.

Daraus ergeben sich (mindestens) drei Lektionen:

1. Es sollte unser großes Anliegen sein, täglich für die Ausbreitung des Reiches Christi in aller Welt zu beten. Auch durch unsere Gebete will Gott seine Absichten zur Ausführung bringen. Das “Vater unser” dient uns als Vorbild: “dein Reich komme”!

2. Auch wenn sich nicht sofort sichtbarer Erfolg einstellt ist es um so mehr unsere Aufgabe treu im Gebet zu verharren, denn Gott will uns auch im Glauben erziehen.

3. Als durch Gottes Gnade Erlöste sollte es unser tiefes Anliegen sein, mit vollem Eifer für die Ausbreitung des Gottesreiches zu arbeiten. Wir sollten alles daran setzen andere Menschen zu Christus zu führen. Die Gründe dafür sind zahlreich:

a) Gott hat es geboten
b) Gott geht uns in Christus selbst als Beispiel voran.
c) Wir wollen Gottes Ehre vermehren.
d) Wir wollen Gott gefallen.
e) Es ist unsere Pflicht.
f) Wir tun es aus Dankbarkeit für unsere Erlösung.

Die Mission hat mit dem Dienst der Apostel nicht aufgehört. Es ist vielmehr die Aufgabe jedes Christen in Wort und Tat Zeugnis zu sein von Gottes Gnade. Entsprechend den Ämtern Christi lässt sich auch die Aufgabe der Christen in drei Teile gliedern:

I) prophetisch: Den Namen Christi unseren Nächsten bekennen,
II) priesterlich: für sie beständig beten und
III) königlich: sie zu Jüngern machen.

17 Okt 2008

Goldsworthy über das Evangelium

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

In seinem äußerst lesenswerten Buch zur Hermeneutik (“Gospel-Centered Hermeneutics”) skizziert Graeme Goldsworthy das christliche Evangelium folgendermaßen:

“Das Evangelium ist das Ereignis (oder die Verkündigung dieses Ereignisses) Jesu Christi, das mit seiner Fleischwerdung und seinem frühen Leben beginnt und mit seinem Tod, seiner Auferstehung und Auffahrt zur Rechten des Vaters zum Abschluss kommt. Das historische Ereignis wird von Gott als sein vorher bestimmtes “Programm” zur Erlösung der Welt interpretiert.” (S. 58) Read the rest of this entry »

16 Okt 2008

Witsius I.6: Über die Sakramente im Bund der Werke.

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Im Bund der Werke gab es Sakramente. Sie waren sichtbare Verkündigungen des Bundes. Täglich nahm Adam das Sakrament mit den Augen wahr und erinnert sich so an die Verheißungen und Drohungen, die ihm gegeben wurden.

Sakramente sind dazu da unseren Glauben in Gottes Verheißungen zu stärken und zu bestätigen (Hebr 6,17-18). Sie sind auch ein Vorgeschmack auf die ewigen Segnungen. Diese ewigen Segnungen werden ohne äußerliche Zeichen sein, und einfach die Dinge selbst umfassen, die zu dieser Zeit mit den geringeren Gegenständen versinnbildlicht werden. Jetzt aber müssen wir die Sakramente gebrauchen um unseren Glauben zu stärken, denn sie erinnern uns an unsere Pflicht Gott gegenüber. Read the rest of this entry »

15 Okt 2008

Zitat der Woche

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

“Wer keine Ahnung hat …

… wird alles Glauben.”

(Thomas Fuller)

13 Okt 2008

Witsius I.5 Über die Strafandrohung (im Bund der Werke).

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Es gibt verschiedene Beobachtungen, die bezüglich der Strafandohung (1.Mose 2,17) gemacht werden können:

  • Der Tod ist die Folge von Sünde und daher nicht natürlich.
  • Dieser ist den Aufständischen und Ungehorsamen, und ihnen allein als Folgen der Bestrafung bestimmt.
  • Der Tod kommt als Konsequenz des Essens von dem verbotenen Baum. Read the rest of this entry »

10 Okt 2008

Witsius I.4 Über die Verheißung im Bund der Werke.

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Der Bund der Werke beinhaltete sehr wohl Verheißungen (gegen die Socinianer). Das natürliche Gewissen des Menschen lehrt ihn, dass Gott weder wünscht, dass man ihm umsonst dient noch will, dass Gehorsam gegenüber seinen Befehlen unbelohnt und nichtig bleibt. Viel mehr ist wahrer Glaube im Wort und der Verheißung Gottes verwurzelt.

Der Baum des Lebens stellte die Verheißung ewigen Lebens dar. Adam zu verbieten von dem Baum zu essen wäre unsinnig gewesen, wenn nicht etwas Gutes im “nicht essen” gelegen hätte. Er war ein Siegel der Verheißung Gottes an Abraham, für den Fall seines Gehorsams. Wenn keine Verheißung gegeben worden wäre, hätte der Mensch ohne Hoffnung leben müssen. Von der Drohung lässt sich also eine Verheißung ableiten. Read the rest of this entry »

7 Okt 2008

Witsius I.3: Über das Gesetz oder die Bedingung des Bundes der Werke.

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Das Gesetz des Bundes ist zweigeteilt:

  • das Gesetz der Natur, das Adam bei seiner Schaffung eingegeben wurde, und
  • das symbolische Gesetz in Bezug auf den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen.

Das Gesetz der Natur ist die Norm von Gut und Böse, die von Gott bei der Schöpfung des Menschen auf sein Gewissen geschrieben wurde, und für ihn aufgrund der göttlichen Autorität bindend war. Dieses ist seit dem Fall nicht verschwunden. Read the rest of this entry »

6 Okt 2008

Witsius I.2.: Über die Parteien, die sich im Bund der Werke gegenseitig verpflichten

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Eden

Die beiden Parteien, die sich im Bund der Werke verpflichten sind Gott und Mensch. In diesem Bund erfüllt Adam eine zweifache Funktion, zum einen als Mensch und zum anderen als Stellvertreter aller Menschen. Er ist ein Geschöpf mit einer vernünftigen Seele, der sowohl die Fähigkeit zur gegenseitigen Beziehung innewohnt als auch das Vermögen vollkommen zu Handeln: mit Erkenntnis, Gerechtigkeit und Heiligkeit. Das volle Ausmaß des “Bildes Gottes“, in dem Adam geschaffen wurde besteht in drei Teilen:

Read the rest of this entry »

4 Okt 2008

Witsius I.1.: Über göttliche Bündnisse im Allgemeinen

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Beim allgemeinen Studium der göttlichen Bündnisse ist das Ziel, Gottes Heilsplan, wie er sich in der Geschichte entfaltet zu verstehen. Es geht um die ewige Errettung, die Antwort auf die Frage: „Wie kann ein sündiger Mensch zu Gott kommen? (2.Mose 3,5).

Wenn jemand die heiligen Geheimnisse um die Göttlichen Bündnisse herum verletzt, wird das Mittel, durch das die Menschen gerettet werden verdreht (Mt 5,19). Read the rest of this entry »