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1 Jan 2009

10 Gründe für die Institutio 2009

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Ligon Duncan gibt sie hier auf englisch.

  1. Weil sie das wichtigste Buch der letzten 500 Jahre darstellt
  2. Weil sie seit jeher die Grundlage für jede Reformierte Systematische Theologie bildet
  3. Weil Calvin der beste Exeget in der Geschichte des Christentums war
  4. Weil Calvin einer der fünf größten Theologen in der Geschichte des Christentums ist
  5. Weil er die Institutio als eine “Zusammenfassung der Frömmigkeit” geschrieben hat und nicht als trockene, spekulative, dogmatische Abhandlung
  6. Weil sie J.I. Packer die Idee für “Gott erkennen” gab
  7. Weil Calvin klar und kompakt dachte und schrieb. ”Brevitas et claritas” war sein Motto – kurz und klar!
  8. Weil man Gott besser kennenlernt, wenn man sie andächtig und im Vertrauen liest
  9. Weil wir das 500ste Jubiläum von Calvins Geburtstag haben: Sei kein Partymuffel!
  10. Weil ich (Ligon Duncan) mit den Kommentaren von Derek und Iain übereinstimme.

 

Wer sich von diesen Argumenten (oder anderen) überzeugen lässt kann sich die Institutio in Happen auf Institutio Reformata täglich zu Gemüte führen.

30 Dez 2008

Die Institutio im Calvin-Jahr komplett verschlingen…

Beitrag von Matthias Viraureus. 2 Kommentare

Mein Beitrag zum Calvin-Jahr 09: Die Institutio in “hirngerechten” Happen täglich serviert gibts bei Institutio Reformata.

29 Dez 2008

Täglich bekennen – 2.Runde

Beitrag von Matthias Viraureus. 2 Kommentare

 Westminster AbbeyUnter http://taeglichbekennen.wordpress.com konnte man schon im nun zuende gehenden Jahr Tag für Tag Abschnitte der bedeutendsten Bekenntnisschriften der Reformierten Kirche lesen. Dieser Service geht nun in die zweite Runde. Wer also noch keinen guten Vorsatz gefasst hat, kann sich jetzt vornehmen diesen Schatz unserer Vorfahren im Glauben zu entdecken.

28 Dez 2008

Witsius III.12: Über die Heiligung

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Was bedeutet es, heilig zu sein? Heiligkeit ist das, was von leichtfertigem und allgemeinen, aber besonders von einem weltlichen Gebrauch abgesondert ist (3.Mo 20,26; 2.Kor 6,17). Es bezeichnet das, was für Gott und zu Seinem Dienst geweiht, oder ausgesondert wurde (2.Mo 30,29; 19,5; 1.Chr 23,13). Heiligkeit meint das, was Rein ist. Hinsichtlich der gegenwärtigen Untersuchung meint Heiligung das wirkliche Handeln Gottes, wodurch diejenigen, welche erwählt, wiedergeboren und gerechtfertigt wurden, beständig immer mehr von der Verderbtheit der Sünde zur Reinheit des göttlichen Bildes umgestaltet werden.

Es gibt einen Unterschied zwischen Heiligung und dem Wirksamen Ruf. Die Folge des Wirksamen Rufes ist die Einheit mit Christus. Die Auswirkung der Heiligung ist die Ausübung von heiligen Gewohnheiten und von heiligem Benehmen. Der Unterschied zwischen Heiligung und Rechtfertigung ist, das Rechtfertigung eine richterliche Handlung ist, die in einer entsprechenden Veränderung des Zustandes seinen Ausgang findet. Nämlich Freiheit von Bestrafung und ein Recht auf Leben.

 

Heiligung ist ein Wirken, das den Zustand in Bezug auf die Eigenschaften von Gewohnheiten und Taten verändert. Grob gesagt bezieht sie sich auf die Erlösung des ganzen Menschen. Genau gesagt meint es die obige Definintion.

 

Der Verlauf oder das Werk der Heiligung besteht zuerst darin, den „alten Menschen“ abzulegen oder zu kreuzigen (Kol 2,9; Eph 4,22). Der zweite Schritt besteht im Anlegen oder in der Belebung des „neuen Menschen“ (Kol 3,10; Eph 4,24). Die drei Aspekte des christlichen Lebens umfassen Gnade, Glaube und Liebe, aber das Ziel oder der Zweck von Heiligkeit ist die Ehre Gottes (1.Kor 10,31).

 

Die Mittel der Heiligung sind das Wort Gottes und andächtiges Nachsinnen darüber (Joh 17,17). Es muss täglich gelesen, in der Predigt gehört, behalten, eingeschätzt und in Zeiten der Anfechtung angewandt werden. Hinsichtlich der Reichweite der Heiligkeit können wir nicht bis zur Vollkommenheit in diesem Leben gelangen (die Lehre der Vollkommenheit – 1.Kön 8,46; Pred 7,28; Spr 20,9; Jak 3,2; 1.Joh 1,8).

 

Der Grund für Unvollkommenheit ist das innewohnende Fleisch oder die inwendige Verdorbenheit (Gal 5,17; Röm 7,15-16). „Fleisch“ bezieht sich auf die verbleibende Verdorbenheit, die den ganzen Menschen (Körper und Seele), hauptsächlich aber die Seele selbst betrifft. Der innere Kampf wird nicht zwischen Körper und Seele, sondern zwischen heiligender Gnade und der zurückbleibenden natürlichen Verdorbenheit ausgefochten.

 

Gott schenkt uns keine Vollkommenheit in diesem Leben, um den Unterschied zwischen Himmel und der Erde aufzuzeigen, uns Geduld, Demut und Mitleid zu lehren, uns klar zu machen, dass Errettung allein aus Gnade geschieht, und um die Weisheit Gottes zu demonstrieren. Es ist eine allmähliche Vervollkommnung, die wir bis zur Verherrlichung nicht im äußersten Maße erreichen werden.

25 Dez 2008

Witsius III.11: Über den Geist der Adoption.

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Der Geist der Adoption ist der Heilige Geist, der diese Dinge in den Auserwählten wirkt, die

  • als Söhne Gottes tauglich und passend sind
  • die Gott lieben,
  • und von ihm geliebt werden.

Im AT wurde der Heilige Geist den Gläubigen gegeben (4.Mose 14,24; Neh 9,20; Ps 143,10; 51,10-12; Jes 63,8-11). Es ist irreführend zu sagen, dass der Heilige Geist bis zum NT nicht gegeben wurde, denn das würde die Erlösung der Heiligen unmöglich machen.

Wir sollten das Wirken des Geistes erkennen, das in beiden Testaments-Zeitaltern gleich ist:

  • die Überzeugung von der größten Liebe des Adoptierenden (Ps 4,7; 31,7; 51,14; 36,7-9; 63,5).
  • Gott erzieht auch zum Gehorsam als folge der kindlichen Liebe (Ps 81,1; 116,1; 119,10).

Trotzdem muss festgestellt werden, dass das Wirken des Geistes im AT seltener, sparsamer und oft mit viel Schrecken verbunden war. Der Bund der Gnade war zu dieser Zeit undeutlicher offenbart. Weshalb auch die Handlungen des Geistes vergleichsweise undurchsichtig waren, sodass Johannes schreibt, dass der Geist noch nicht gekommen war (Joh 7,39). Der Heilige Geist war im AT verheißen, was manche dahin führt zu glauben, nicht in dieser Zeit gewirkt zu haben (Jes 35,6-7; 44,3; Hes 34,26-27; Joel 2,28; Sach 14,8).

Durch das Werk des „Geistes der Adoption“ werden Gläubige fähig „Abba, Vater“ zu rufen (Röm 8,15-16). Zusammen mit unserem Geist bezeugt er, dass wir Kinder Gottes sind (Röm 8,15-16).

Wenn wir an unsere Adoption denken, muss das Zeugnis unseres Gewissens fest in den Kennzeichen eines Gotteskindes begründet sein. Diese Kennzeichen sind:

  • die Nachahmung unseres Vaters,
  • ein neues Leben, das Gottes und seiner Gnade würdig ist,
  • eine wahre und aufrichtige Liebe zu Gott,
  • eine kindliche Furcht und Gehorsam (Mal 1,6; 1.Petr 1,17) und
  • eine ungefärbte Bruderliebe.

Wir sollten uns selbst nach diesen Kennzeichen untersuchen, um zu sehen ob wir sie besitzen.

24 Dez 2008

Bavinck über die Dogmatik

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Der niederländische Theologe Herman Bavinck (1854 – 1921) schreibt in seiner Dogmatik folgendes über sein eigenes Fach:

Die Dogmatik zeigt uns wie sich Gott, der in sich selbst all-genügsam ist, dennoch in seiner Schöpfung verherrlicht, die, obgleich fortgerissen durch Sünde, wieder gesammelt wird in Christus (Eph 1,10). Die Dogmatik beschreibt uns Gott, nur Gott – von Anfang bis zum Ende – Gott in seinem Wesen, Gott in seiner Schöpfung, Gott wider die Sünde, Gott in Christus, Gott, der alles Widerstand durch den Heiligen Geist bricht und die ganze Schöpfung zurückbringt zu dem Ziel, das er für sie bestimmt hat: die Herrlichkeit seines Namens. Die Dogmatik ist also keine stumpfsinnige und trockene  Wissenschaft. Sie ist eine Theodizee, eine Doxologie über alle Tugenden und Vollkommenheiten Gottes, ein Anbetungs- und Danklied, ein „Ehre sei Gott in der Höhe“ (Lk 2,14). [aus Reformed Dogmatics, 1:112.]

22 Dez 2008

Witsius III.10: Über die Adoption.

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Adoption ist die Lehre, die dem Christen zeigt, wie man ein „Sohn Gottes“ wird. Alle Gläubige sind Söhne Gottes (1.Joh 3,1-2). Adam war auf eine andere Weise ein Sohn Gottes (Lk 3,38).

 

Wie nun werden die Auserwählten Kinder Gottes?
Sie müssen von Gott geboren sein (Joh 1,12-13). Es ergeht durch die Heirat mit dem Herrn Jesus. Es ist wichtig, das Verhältnis zwischen AT und NT in Bezug auf die Adoption zu betrachten. Gläubige des AT wurden als Söhne angenommen, obwohl sie unter Vormundschaft gestellt waren. Sie wurden nicht in die Geheimnisse des Willens Gottes eingeführt und waren unfähig sich dem Allerheiligsten zu nähern. Ihr typologisches Erbe war das Land Kanaan. Im NT sind die Gläubigen nicht mir unter der alttestamentlichen Vormundschaft. Sie werden in die geheimen Ratschlüsse des Vaters eingeführt und haben freien Zugang zu Ihm. Ihr Erbe ist konkret und nicht typologisch.

Es sind außergewöhnliche Segnungen, die den Söhnen Gottes zu Teil werden (1.Kor 2,9). Sie kommen aus der Herrlichkeit unseres älteren Bruders, Jesus Christus. Dies sind in der Tat großartige und wertvolle Verheißungen (2. Petr 1,4). Wir werden die ganze Welt empfangen; sowohl gegenwärtig als auch zukünftig; ein geistliches Königreich; die Würde ein Sohn Gottes zu sein; Sieg über Sünde (Röm 6,14+18), das Zeugnis über die Vernichtung Satans (Röm 16,20), Triumph über eine ganze, eroberte Welt, die unschätzbaren Reichtümer der geistlichen Gaben, Frieden der Seele, und Freude im Heiligen Geist (Röm 14,17). Das größte Geschenk ist Gott selber. Er ist der Schutz vor allem Bösen und der Zugang zu allem Guten.

22 Dez 2008

Peter Martyr Vermigli (1499-1562)

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Bei Googlebooks ist eine Biographie des Reformators samt ausgewählter Schriften vollständig verfügbar.

Aus dem Vorwort:

“Peter Martyr Vermigli ist eine der bedeutendsten und anziehendsten Persönlichkeiten aus dem Zeitalter der Reformation. Italien, Straßburg, England, Zürich, Frankreich sind die Schauplätze seiner Wirksamkeit gewesen; bis nach Polen hin hat sich sein Einfluß erstreckt. Wenige haben so viel gctan wie er für die Begründung und Feststellung der rcformirtcn Kirchenlehre.”

20 Dez 2008

Zitat der Woche

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Der Theologe H. Richard Niebuhr charakterisierte den Liberalismus seiner Zeit in seinem 1937 erschienenen Buch “Das Reich Gottes in Amerika” folgendermaßen:

Ein Gott ohne Zorn brachte Menschen ohne Sünde in ein Himmelreich ohne Gericht mit Hilfe eines Christus ohne Kreuz.

19 Dez 2008

Witsius II.9: Über geistlichen Frieden.

Beitrag von Matthias Viraureus. Keine Kommentare

Geistlicher Friede ist ein beidseitiges Übereinkommen zwischen Gott und dem Sünder, der aus Glauben gerechtfertigt ist. Das Herz Gottes ist dem Sünder zugeneigt, und auf die selbe Weise das Herz des Sünders zu Gott, sodass eine eine liebevolle, freundschaftliche Zuneigung entsteht.

 

Der Ursprung geistlichen Friedens liegt in Gott, der den Frieden mit dem Menschen begründet. Dieser Friede ist eine direkte Folge von Barmherzigkeit und Liebe. Gott sucht den Menschen und bietet frei allen Menschen den Frieden an. Die Auserwählten werden von Gott überwältigt und gerettet. Das Ergebnis des geistlichen Friedens ist Freundschaft mit Gott. Ein Friede im Gewissen ist das direkte Resultat (Röm 14,7; Eph 3,12), sowie Friede mit anderen Gläubigen, den Engeln und mit der gesamten Schöpfung (Jes 14,11-12; Hos 2,18).

Die Rolle des Menschen in Bezug auf den geistlichen Frieden liegt darin, dass er ihn durch das Bekennen seiner Sünde vor Gott und dem Glauben an Christus allein zur Versöhnung mit Gott sucht. Er sollte sich demütig Gott unterwerfen und sich ins Gedächtnis rufen, dass er für die Bewahrung des geistlichen Friedens verantwortlich ist. Dies geschieht durch tägliche Liebe zu Gott (Joh 14,21), häufige Gemeinschaft mit Ihm, um im Gehorsam zu Ihm zu wandeln (Joh 14,23), Umkehr zu Gott bei einem Rückfall in Sünde (Jer 3,22), und dadurch, dass man sich Gottes Vorsehung für das eigene Leben fügt.

 

Der geistliche Friede kann auch gestört werden. Gläubige können niemals vollständig den Frieden mit Gott verlieren, aber die Wahrnehmung des Frieden mit Gott kann gestört werden. Gott ist nicht immer nahe (Jes 8,17; Ps 10,1-2) und manchmal ist er unzufrieden mit seinen Kindern (Ps 80,4). Er kann auch mit ihnen verärgert sein (Ps 88,16-18; Jes 57,17) und mit ihnen Umgehen, wie mit einem Gegner (Hiob 13,24-27). Er kann und dem Teufel übergeben, damit er uns quält und schlägt (Hiob 2,6). Dies kann darin liegen,

  • dass Er Seine Souveränität demonstrieren will (Mt 10,15),
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  • dass er den Unterschied zwischen diesem Leben und dem kommenden aufzeigen will,
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  • dass er auf die Vorzüglichkeit Seiner Gnade hinweisen oder
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  • dass die Kraft Seiner Güte in der Bewahrung der Seele durch viele Versuchungen und Sorgen hindurch sichtbar wird.
  •  

 

 

 

Aus der Sicht des Menschen kann es sein, dass er sich einer kränkenden Sünde, oder mangelnder Gottesfurcht schuldig fühlt. Manchmal wähnen sich Menschen durch Hochmut in fleischlicher Sicherheit, oder halten sich selbst für unwürdig, die göttliche Gnade anzunehmen.

 

Was kann man tun, um den Sinn für den Frieden mit Gott wiederzugewinnen?

  1. Man sollte den Grund oder die Ursache erforschen, und wenn möglich Abhilfe schaffen (Klgl 3,40).
  2.  

  3. Man sollte Glaube und Buße erneuern, viel um Hilfe beten und geduldig auf Gott warten, bis er Wiederherstellung bewirkt KLgl 3,26).
  4.